Reinhard May hätte diesen Tag in seinem Lied „Über den Wolken“ nicht besser beschreiben können. Um zehn Uhr morgens kam die Projektgruppe „Flugrobotik“ zum Flugtag zusammen. Die Aufregung war den Schülerinnen und Schülern und auch den Betreuern ins Gesicht geschrieben. Endlich fliegen! Unsere Piloten Klaus Hinkel und Walter Grandjot hatten einige Mühe, die wilde Horde unter Kontrolle zu halten.

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Erst gab es eine Sicherheitsunterweisung und die Einweisung in den Flug. Dann wurden die Flügel mit Fäden beklebt, die während des Fluges die Strömungszustände erkennen lassen. „Aufgabe der Schüler ist es, während des Fluges mit Kameras die Strömungszustände festzuhalten, um sie in den Tagen darauf mit den Ergebnissen aus dem Windkanal des AEROSPACE LAB zu vergleichen“, konstatierte Klaus Hinkel, Seniorbetreuer des Projekts.  Und dann ging es los.  Immer drei Schüler stiegen in eines der beiden Flugzeuge. Ein Hochdrehen des Motors und schon rumpelten die Flugzeuge in kurzem Abstand hintereinander über die Piste und hoben in den leider grauen und regnerischen Himmel ab.

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Zwei Staffeln flogen im Abstand von ca. eineinhalb Stunden um alle Schülerinnen und Schüler in die Luft zu bringen. Die zweite Staffel wurde von Prof. Heinz Voggenreiter, dem „fliegenden Reporter“ begleitet, der von Pilot Réné van der Helm geflogen wurde. „Bei dem Rauf und Runter scharfe Fotos zu bekommen ist eine echte Herausforderung“, stellte er nach der Landung fest. Zumindest riss der Himmel noch ein wenig auf und ließ einige schöne Bilder am Boden und in der Luft zu. „Einfach geil“, war die einhellige Meinung all unserer Nachwuchswissenschaftler nach der Landung, auch wenn bei dem Einen oder Anderen leichte Blässe um die Nasenspitze zu erkennen war.

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Walter Grandjot sah man die Zufriedenheit an seinem verschmitzten Lächeln an. „Wieder einige potentielle Piloten gewonnen“, war seinem Gesichtsausdruck abzulesen.  Zum Schluss bekamen die begleitenden Mamas noch die Gelegenheit für eine Spritztour und kamen nicht minder begeistert zurück. Bei Wurstsalat oder Kuchen wurde dann mit den Piloten Walter, Klaus und Réne noch kräftig gefachsimpelt. „Die regnerische Stimmung draußen und die fliegerische Atmosphäre hier im Fliegerheim erinnert mich sehr an das Lied „Die tolldreisten Himmelshunde“ von Reinhard May. Und die meisten fühlten sich auch sicher so. Heinz und Angie Voggenreiter bedankten sich am Ende des Tages bei den Piloten, die diesen Flugtag den Jugendlichen ermöglicht haben, ohne dafür einen Cent verlangt zu haben. „Was hier unseren Schülerinnen und Schülern geboten wird, das ist außergewöhnlich!“ Und das Resultat: Begeisterung für das Fliegen bei Jugend, Eltern und Senioren.

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